Mehrfamilienhäuser Gartenstrasse

Eine historistische Villa von 1871 an der Gartenstrasse 78 in Basel wurde 1917 neobarock umgebaut und erweitert. 2001 wurden von Burckhardt+Partner in Zusammenarbeit mit Villa Nova Architekten auf diesem Grundstück zwei weitere Häuser gebaut. Die Villa und ihre Erweiterung von 1917 (ein Hochparterre mit zwei Geschossen) wurde auf der Strassenseite mit einem flachgedeckten Kubus mit vier Geschossen ergänzt (Haus B). Die zweite Kubatur (Haus A) setzte man parallel zur Gartenfassade der Villa an die hintere Grenze des einst parkähnlichen Grundstücks. Die Häuser A und B bestehen aus klaren Geometrien, haben die gleich breite Fassade, die gleichen Materialien (Sichtbeton, Holz-Metallfenster, Holzläden aus Lärche) und eine sehr ähnliche Aussenform. Aber es sind doch keine Zwillingshäuser.

Haus B an der Strasse hat vier Geschosse mit vier vertikalen Achsen und 16 Rechtecken in der Betonrasterfassade. 15 dieser Rechtecke sind mit bodenlangen Fenstern geschlossen und auf jeweils beiden Seiten mit klappbaren Holz-Faltläden akzentuiert. Das 16. Rechteck im Strassen-Parterre links ist eine Passerelle, welche über einen Gartenweg zum Haus A führt.

Im Haus B an der Strasse liegen im Parterre Büroräume und in den Obergeschossen je zwei 2- und 3- sowie eine 5-Zimmer-Wohnung. Das Haus A im Garten hat vier 4-Zimmer-Wohnungen. Auffallend ist der Respekt der Neubauten vor der Villa. Die Fassade von Haus B ist auf der Strassenseite leicht zurückversetzt. Zudem zeichnet die Dachkante das oberste Fassadengesims unter dem Walmdach des Altbaus nach. Dies führt zu einer Situation ruhiger Harmonie. Vom Haus (A) im Garten ist von der Strasse nur eine Fassadenkante sichtbar und wirkt wie ein Anbau an das Haus von 1871.