Ciba-Geigy Büro-Hochhaus

1957 stellten Burckhardt Architekten als dritten Bau der Gesamtplanung Werk Rosental ein Hochhaus fertig. Mit 52 m überschritt dieses Haus die maximal zulässige Gebäudehöhe des Zonenplans von 20 m beträchtlich und machte ein aufwändiges Bewilligungsverfahren notwendig. Der Geigy-Turm wurde – von wenigen Kirchturmspitzen abgesehen – das höchste Gebäude Basels.

Das Hochhaus erhebt sich mit seinen 14 Geschossen über einem Grundrissquadrat von 24.5 m. Es ist statisch um einen zentralen Erschliessungs- und Versorgungskern mit vier 52 m hohen Wandscheiben angelegt. Im Aufriss stossen diese leicht über das flache Dachgeschoss hinaus und bilden so eine abstrakte Krone. Im Quadrat des Grundrisses sind die Scheiben wie ein Windrad zum Kern gedreht, stossen aus der Fassade hinaus und knicken die schlanke Aussenform in alle vier Himmelsrichtungen. Der Kern des Turmhauses hat in jedem der 12 Bürogeschosse einen umlaufenden Korridor, an den jeweils vier rechteckige Räume mit 320 m2 Fläche anschliessen. Diese Arbeitsräume sind mit 8½ Fenstermodulen über einer Brüstung raumbreit verglast. Die Böden des Hauses spiegeln die Materialqualität und -ästhetik der 1950er Jahre: Im saalartigen Erdgeschoss verlegte man Granit, in den Normalbüros Parkett, die Korridore wurden mit Kunststoff belegt und die Sitzungs- und Direktionsräume erhielten einen Teppichboden. Die verputzten, innenliegenden Backsteinwände des Hauses wurden tapeziert.