Eine nicht ganz alltägliche Ausstellung zeigt Arbeiten von Burckhardt+Partner in der Architekturgalerie.

Der Transformationsprozess selbst steht im Vordergrund. Archaik und High Tech, Ruhe und Schnelligkeit, Wunsch und Wirklichkeit:

Wir beleuchten ganz verschiedene Aspekte unserer täglichen Arbeit.

Architekturgalerie München
im KUNSTAREAL

RAUM 1 Der Raum selbst wird transformiert, die vertrauten Räumlichkeiten der Galerie erscheinen in einem neuen Gewand. Baumstämme laden zum Erkunden ein. Der ureigenste Zweck des Spiegels, das Sich-Selbst-Gegenüberstehen wird entfremdet und kippt ins Auf-Sich-Selbst-Gestellt-Sein. Auch nach oben hin widerspiegelt die Decke das Geschehen. Doch die Schräge des Daches bricht die fortlaufenden Linien und bringt das in sich ruhende System behutsam ins Wanken. Die rauhen Baumrinden kontrastieren mit den spiegelglatten Oberflächen und der heimelig strömende Holzgeruch weckt urige Erinnerungen zwischen den kleinen, hochpräzisen, metallisch kalten Modellen.

RAUM 2 Wie schauen wir? Unsere gesamte Wahrnehmung – nicht nur von Architektur – ist von Bilderfluten geprägt. Die Art des Betrachtens wird in den Mittelpunkt des Raums gestellt. Die frei stehende Videoskulptur teilt das grosse Ganze in greifbare Fragmente und lässt umgekehrt unabhängige Einzelteile zu einem Gesamteindruck verschmelzen. Der Wechsel zwischen Konzentration und Reizüberflutung befragt die Architektur in ihrer medialen Darstellbarkeit und spannt so einen weiten Bogen über das Werk von Burckhardt+Partner:

Von Alt zu Neu, von Gross zu Klein und von Basel in die weite Welt.

RAUM 3 Wie entwerfen wir? Vielfältiger denn je lassen sich Szenarien simulieren, lange vor der tatsächlichen Entstehung. Digitale Projektionen zaubern Strukturen, Materialien und Lichtstimmungen auf Modelle. Die Fassaden lassen sich virtuell wie Kleider abstreifen und wieder anlegen. Verdrängen neue Technologien das physische Modell? Wer sich um das Modell herum bewegt, stellt schnell fest, dass die Projektionen sich zunehmend verzerren. Nur an einem einzigen Punkt stellt sich die für den Betrachter korrekte Perspektive ein. Nicht ein Ersatz des Physichen ist das Ziel, vielmehr verfügen wir über ein zusätzliches Werkzeug, das unsere Wahrnehmung schärft.

1 • Fabrikations- und Lagergebäude Thomi + Franck • Basel • 1962

2 • Vivarium Zoologischer Garten • Basel • 1969

3 • Bank für Internationalen Zahlungsausgleich • Basel • 1976

4 • Ciba-Geigy Bürogebäude, Basel • 1971

5 • Schweizer Botschaft • Seoul • Südkorea • 2019

6 • Pavillon St. Johanns-Park • Basel • 2012

7 • Wohnüberbauung Schorenstadt • Basel • 2015

8 • Arealentwicklung Hagnau • Muttenz • 2023

9 • Grosspeter Tower • Basel • 2017

10 • MFO-Park • Zürich • 2002
Mit Raderschall Landschaftsarchitekten

11 • Neubau Schindler Campus • Ebikon • 2019